Schneckengeschichte

Schneckenhaus mit Loch

Eine kleine Weinbergschnecke besaß ein ganz wunderbares Schneckenhaus. Dieses Haus war nicht nur ganz besonders vielfältig verwunden, sondern es erstrahlte auch in vielen kräftigen Farben. Der kleinen Schnecke gefiel es in diesem Haus so gut, dass sie es nie verlassen wollte. Natürlich musste sie, um sich zu ernähren, ihren Kopf ab und an aus dem Haus bewegen, aber sofort danach zog sie ihn wieder zurück in ihr wunderschönes Haus.
Eines Tages, es herrschte gerade ein recht starker Sturm und die Schnecke hatte unter einer Hecke Schutz gesucht, viel ein Stein auf ihr Haus und brach ein kleines Stück heraus. Die Schnecke erschrak fürchterlich und überlegte angestrengt, wie sie dieses Loch wieder verschließen konnte. Während sie noch überlegte, verschwanden draußen aber die Sturmwolken und die Sonne kam heraus und warf ein wunderbares Licht durch das Loch ins Schneckenhaus. Die Schnecke war ganz erstaunt, denn so etwas hatte sie noch nie gesehen. Sie rückte näher an das Loch und schaute heraus. Dabei sah sie einen wunderschönen blauen Himmel mit schneeweißen Wölkchen verziert. Und diese Wolken veränderten sich immer wieder, so dass sie sich gar nicht sattsehen konnte an ihrem Spiel. Später, als die Sonne langsam unterging, verfärbte sich der Himmel erst orange und dann tief rot. Erst als sie durch das Loch nichts mehr sah, weil es draußen ganz dunkel geworden war, konnte die kleine Schnecke Ihren Blick abwenden und bewegte sich in einen anderen Teil des Schneckenhauses. Das Loch aber ließ sie offen.
Von nun an verließ die kleine Schnecke regelmäßig ihr Schneckenhaus, um die Wunder der Welt zu sehen. Zwar freute sie sich immer noch über ihr wunderschönes Heim, aber sie hatte erfahren, dass die Natur noch viele weitere mindestens so schöne Erlebnisse für sie bereit hielt.

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